Smart Water Future India 2018/19

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Smart Water Future India: Intelligentes Wassermanagement für Indiens Städte

Mit 1,7 Millionen Einwohnern auf 257 Quadratkilometern ist Coimbatore eine der über 50 typischen von der Industrie geprägten Millionenstädte Indiens. Schätzungen gehen davon aus, dass die Bevölkerung in den kommenden 30 Jahren um eine weitere Million Menschen wachsen wird. Die Sicherung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist eines der dringendsten Probleme der Stadt: Vielerorts ist die Versorgung mit Trinkwasser auf ein paar Stunden pro Tag beschränkt, manche Stadtviertel sind noch gar nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. Ebenso fehlen Abwasserkanalisation und Kläranlagen.

Als eine der von der indischen Zentralregierung geförderten 100 Smart Cities hat Coimbatore die Möglichkeit, beispielhafte Lösungen zu realisieren und die Weichen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu stellen.

Ziele des Projekts

Am Beispiel der südindischen Millionenstadt Coimbatore, Verkehrsknotenpunkt im Bundesstaat Tamil Nadu, erarbeitet das Projekt eine Strategie für das nachhaltige Wassermanagement einer intelligent vernetzten Stadt. Der Kern des neuen Ansatzes liegt darin, die Herausforderungen bei der Stadtentwicklung nicht getrennt nach Sektoren zu betrachten, sondern Lösungen für Wasserversorgung, Energieversorgung und Ernährungssicherheit übergreifend zu entwickeln und intelligent zu vernetzen. Mit der Etablierung eines »Water Innovation Hub« soll das vom Bundesumweltministerium über die »Exportinitiative Umwelttechnologien« geförderte Projekt darüber hinaus deutschen Unternehmen der Wasserbranche den Zugang zum indischen Markt der Wasser- und Abwasserwirtschaft erleichtern.

Methodik: Morgenstadt City Lab

Die Vorgehensweise für die Analyse der urbanen Dynamik und die folgende Strategieentwicklung orientiert sich an der Methodik des »Morgenstadt City Lab«, die im Rahmen der Fraunhofer-Initiative Morgenstadt entwickelt und unter anderem bereits in der georgischen Hauptstadt Tiflis erfolgreich angewandt wurde. Diese umfasst folgende Schritte:

  • Verstehen: Interviews mit Experten vor Ort, Analyse des Status Quo des Wassermanagements in Coimbatore
  • Einbeziehen: Diskussion der Bedarfe und Potenziale mit lokalen Akteuren und deutschen Experten für Wassertechnologie
  • Entwickeln: Konzept für integriertes Wassermanagement unter Einbeziehung der Rückmeldungen
  • Netzwerken: Entwickeln eines Konzepts für einen Water Innovation Hub für Süd-Indien in Coimbatore

Stadtanalyse und Stakeholder-Workshop identifizieren zwei Handlungsfelder

Die Stadtanalyse erfolgte anhand von Interviews mit lokalen Experten und der Begutachtung der lokalen Infrastruktur. Die mit der Stadtanalyse identifizierten Bedarfe wurden am 26. Juli 2018 in einem Stakeholder-Workshop, zu dem 30 Teilnehmer aus Verwaltung, privaten Unternehmen, Universitäten und Zivilgesellschaft gekommen waren, diskutiert und bewertet. Hieraus leitete das Projektteam zwei akute Handlungsfelder ab, die im Projekt weiterverfolgt werden:

  • Semi-zentrales, integriertes kommunales Wassermanagement:
    berücksichtigt auch die Sektoren Energie und Ernährung
  • System zur Überwachung der Wasserqualität:
    Technologien, um die Qualität von gereinigtem Industrieabwasser, Oberflächengewässern und Grundwasser zu überwachen sowie die Ergebnisse zu visualisieren

Förderung und Projektpartner

Das Projekt »Smart Water Future India« wird von Oktober 2017 bis März 2019 im Rahmen der »Exportinitiative Umwelttechnologien« des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Im Projekt arbeiten Experten aus den Bereichen Forschung, Planung und Business Matchmaking zusammen: Neben dem Fraunhofer IGB sind dies das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main, das Beratungs- und Planungsunternehmen Drees & Sommer und die Kölner trAIDe GmbH als Partner für die internationale Geschäftsanbahnung. Der konzeptionelle Ansatz basiert auf der Morgenstadt-City-Lab-Methodik, die Mohr bereits erfolgreich in anderen Projekten angewandt hat.

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Bisher geschehen:

  • Reise nach Coimbatore: März 2018 | Bedarfsanalyse und erste Gespräche mit Stakeholdern vor Ort
  • Interdisziplinärer Experten-Workshop: April 2018 | Erfahrungsaustausch und Diskussion erster Strategieoptionen mit deutschen Unternehmen
  • Reise nach Coimbatore: Juli 2018 | Stakeholder-Workshop und Konkretisierung Projektansätze
  • Strategieentwicklung: August/September 2018

Nächste Schritte:

  • 3. Reise nach Coimbatore: November 2018 | Vorbereitung langfristiger Kooperationen
  • Ergebnispräsentation: Februar 2019 | Ergebnispräsentation und Integration von deutschen Akteuren in langfristige Kooperationen, Kickoff Water Innovation Hub

 

coimbatore

Water Innovation Hub:

Im Water Innovation Hub arbeiten deutsche und indische Firmen eng mit Nichtregierungsorganisationen und der Stadtverwaltung zusammen, um auch langfristig Lösungen für ein bedarfsgerechtes Wassermanagement in Indien bereitzustellen. Vor allem kleine und mittelständische deutsche Unternehmen können so von dem Netzwerk profitieren. Die zwei identifizierten Handlungsfelder liefern erste Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien.

Machen Sie mit!

Unten finden Sie die ersten Projektskizzen zum Download. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse einfach per E-Mail oder Telefon.

 

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Sina Battenberg

+49 (0)221 935 445 18

sina.battenberg@traide.de

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